Die »perfekte Website« - wie sieht sie aus ?
Natürlich
gibt es sie nicht - die optimale oder »perfekte Website«.
Spätestens
bei der grafischen Gestaltung, sprich der Optik, scheiden sich die
Geister. Über
Geschmack lässt sich nun mal nicht streiten. Aber auch darüber
hinaus ist es nicht immer möglich, alle gültigen Webstandards oder
gar Anforderungen für barrierefreie
Webseiten zu
erfüllen.
Es gibt jedoch genügend eher allgemeingültige Kriterien, die ein professioneller und wirtschaftlicher Internetauftritt erfüllen sollte. Die meisten dieser Anforderungen werden in grundlegender Form, ungeachtet der verfügbaren Technologien, (wahrscheinlich) immer von Bedeutung bleiben.
Die wichtigsten Anforderungen an Ihre Website
Nun aber zur Sache. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Kriterien, die Sie bei Ihrer Website nie aus den Augen verlieren sollten. Im Fokus stehen hierbei immer der Mensch (Ihr potenzieller Kunde) und die Maschine (Suchmaschine). Beide gilt es für sich zu gewinnen, um für Sie wirtschaftlichen Nutzen aus Ihrer Website zu erzielen. Daher beachten Sie unbedingt Folgendes:
- Ihre Website sollte stets aktuell, übersichtlich und verständlich
Ihr
Unternehmen und Ihre Angebote präsentieren.
Das hört sich so trivial an - und dennoch scheitern viele Ihrer Mitbewerber gerade daran. Den Kunden vergrault es. Nichts ist im Netz so unbeliebt wie veraltete Inhalte. Auch Suchmaschinen werten ewig unbearbeitete Seiten meist als weniger bedeutend. Schlechte Strukturen, rätselhafte Navigationen, ins Nichts mündende Links, fehlende Seiten und fehlerhafte Inhalte vetreiben auch den letzten Besucher und schaden zudem Ihrem Ansehen. Versuchen Sie daher stets, Ihr Webangebot aktuell und fehlerfrei zu präsentieren. - Ihre Website sollte unverkennbar Ihnen und Ihren Angeboten
zugeordnet werden können (Stichwort Corporate Identity, CI).
Noch so ein eher selbstverständlicher Aspekt. Dennoch: viele schaffen das anscheinend nicht. Ihr Webdesigner sollte in der Lage sein, mit professionellen Bildbearbeitungsprogrammen (z. B. Photoshop) umzugehen. Unscharfe, pixelige, falsch skalierte oder farblich verfälschte Logos, Bilder und Grafiken gibt es im Netz zu Hauf. Und das macht auf Sie doch auch keinen guten Eindruck, oder? Auch der Begriff Typografie sollte kein Fremdwort für Ihren Webdesigner sein. Ihre gesamte Website sollte immer »wie aus einem Guß« und im Einklang mit Ihren sonstigen Geschäftsunterlagen (Visitenkarten, Briefpapier etc.) daherkommen. - Die Web-Usability (Benutzerfreundlichkeit) Ihrer Website
sollte immer im Vordergrund stehen und Vorrang vor allen möglichen
»Spielereien« haben.
Das heißt nichts anderes, als dass Sie schlichtweg den Menschen, der Ihre Website besucht, stets in den Fokus Ihres Schaffens stellen. Ihn möchten Sie letztendlich erreichen und überzeugen. Er muss sich auf Ihrer Website »wohlfühlen« und zurechtfinden. Daher sollte Ihre Website intuitiv navigierbar sein, Texte müssen bequem lesbar und druckbar sein, das Erscheinungsbild Ihrer Webseiten sollte so weit wie möglich einheitlich wirken.
Interessanterweise lässt sich dieser Aspekt, der mit Suchmaschinen augenscheinlich nichts zu tun hat, wunderbar mit der Suchmaschinenoptimierung in Einklang bringen. Die Zauberformel lautet strikte Trennung von Inhalt (Text) und Layout. Die daraus resultierende Anforderung an Ihren Webdesigner ist damit die Einhaltung von so genannten Webstandards (gültiges HTML) und Verwendung von Stilvorlagen (Cascading Style Sheets; CSS). Und diese Webstandards sind - man staune - wiederum die Grundvoraussetzung für den nächsten Aspekt: - Ihre Website sollte weitestgehend die Anforderungen an barrierefreies
Webdesign (auch Zugänglichkeit oder Web Accessibility genannt) erfüllen.
Damit ist gemeint, dass Sie allen Nutzern weitestgehend unabhängig von körperlichen Einschränkungen, aber auch technischen Möglichkeiten, Ihr Internet-Angebot zugänglich machen. Zugegeben: diesen Anspruch in aller Vollständigkeit umzusetzen ist schon eine Herausforderung, und mir ist das sicherlich auch nicht gelungen. Dennoch sollte dieser Aspekt zunehmend Berücksichtigung finden. Bedeutet Barrierefreiheit letztendlich doch nichts anderes, als so viele Menschen wie nur möglich zu erreichen. Die Einhaltung gültiger Webstandards ist Voraussetzung für Barrierefreies Webdesign. - Ihre Homepage sollte von Suchmaschinen unter Verwendung für Sie relevanter
keywords (Suchbegriffe) gefunden werden.
Eine Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist heutzutage unerlässlich. Auch wenn Sie meinen, dass Ihre Website in erster Linie von Kunden besucht wird und besucht werden sollte, die Sie und Ihre Domain kennen, so verschenken Sie mit dieser Einstellung doch erhebliches Potenzial. Was spricht dagegen, gefunden zu werden, wenn man eh online ist? Ihr Webdesigner sollte über seine design- und programmiertechnischen Kenntnisse hinaus mit der grundsätzlichen Funktionsweise von Suchmaschinen (Google etc.) vertraut sein und wissen, wie man Webseiten diesbezüglich optimiert, via Monitoring perfektioniert und somit ein gutes Suchmaschinen-Ranking erreicht. - Ihre Webseiten sollten einen echten Nutzen für den Besucher haben,
informativ und interessant sein und zum Verweilen oder einen erneuten Besuch
einladen.
Jetzt spätestens höre ich so manchen aufstöhnen. Wie soll man als Hersteller von z. B. Unterlegscheiben mit Amazon oder YouTube konkurieren? Kann man nicht und soll man auch gar nicht. Hier geht es um gezielte Kundeninformationen, Kundenservice und Kundenbindung. Nicht um Unterhaltung oder Freizeitgestaltung. Zugegeben: diese Anforderung kann sich je nach Produkt oder Dienstleistung etwas schwierig gestalten. Aber ausgehend davon, dass sich jemand nicht auf Ihre Webseiten verirrt hat, sondern gezielt nach Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung sucht, sollten Ihre Webseiten einfach nur beim Thema bleiben. Bieten Sie seriöse Informationen, Aktualität, qualitativ hochwertige Texte, Bilder und Illustrationen und überlegen Sie in Ruhe, was Sie in Abgrenzung zu Ihren Mitbewerbern an sinnvollem Mehrwert zur Verfügung stellen können. - Ihr Webangebot sollte rechtssicher gestaltet sein
Das Internet birgt - neben allen Chancen - allerlei rechtliche Risiken für den Seitenbetreiber. Je nach Dienstleistung, Ware, der Informationen und Art Ihrer Webangebote gilt es, sich kompetent in Sachen Internetrecht beraten zu lassen. Wenn Sie sich unsicher sind bzgl. Ihrer Pflichtangaben auf Websites (z. B. Impressum), Ihrer AGB's, Domainnamen und Domainrecht, Urheber- und Wettbewerbsrecht oder der Haftung für Links, so scheuen Sie sich nicht, fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ihr Webdesigner ist da nur sehr bedingt der richtige Ansprechpartner, sollte aber natürlich weitervermitteln können.
Ein guter Webdesigner lässt Sie damit nicht allein
Einige der oben aufgeführten Anforderungen erfordern gute Sachkenntnisse der anzubietenden Dienstleistungen und Produkte und damit auch Ihr Wissen und Ihre Mitarbeit. Ein guter Webdesigner versteht unter seiner Arbeit den vollständigen Projektablauf vom ersten Kundenbesuch bis zur Veröffentlichung der Website. Er wird daher auch alle fachbezogenen Inhalte mit Ihnen zusammen erarbeiten und diese dann eigenständig webgerecht aufbereiten.
